Enttäuschung und Angst spiegelte sich in den Bärengesichtern wider, als sie sich voller böser Vorahnungen dem Schuppen näherten.
Da, die Tür – wie in ihren schlimmsten Erwartungen stand sie offen.
Beiden klopfte das Herz bis zum Hals, als sie vor der Tür standen. Sie blickten sich an und jeder sah, dass der andere voller Sorge und einer Menge schlechtem Gewissen steckte.
Sie blickten sich noch einmal fest in die Augen, nahmen allen Mut zusammen und betraten den Schuppen.
Im schummrigen Licht, in das der Raum getaucht war, traten sie an das Lager des Igels. Sie zweifelten kaum daran, dass sie ein leeres Lager vorfinden würden, wenn ihre Augen sich besser an das Licht gewöhnt hätten.
Mit allem übigen Mut legten sie die letzten Schritte zurück und blieben wie angewurzelt stehen.
Das Lager war keineswegs leer –
dort lag Silas eingerollt und in dem Fuchsknäuel war Spike zu erahnen, gemütlich eingerollt und beide friedlich schlummernd.
Zimt und Sternchen trauten ihren Augen kaum.
Sprachlos sahen sie sich an, keiner von beiden konnte sich DAS erklären.
Plötzlich stahl sich ein Grinsen auf Sternchens Lippen. Sie stupste Zimt an und deutete auf Silas‘ Brust, die sich in gleichmäßigen Zügen hob und senkte.
Und dabei silbrig funkelte und glitzerte.
Samstag, 24. Dezember 2011
Freitag, 23. Dezember 2011
23. Türchen
Es war eine holprige Rutschpartie, die Zimt und Sternchen zurück auf ihre Waldlichtung libeförderte.
Recht unsanft landeten beide nebeneinander auf ihren Hosenboden im Schnee und konnten die Ereignisse der letzten Minuten noch gar nicht ganz begreifen. Aber dafür war jetzt auch keine Zeit, es galt schließlich, den Igel Spike zu retten.
Eilig machten Zimt und Sternchen sich also auf den Weg zu ihrer Höhle.
Schon aus einiger Entfernung konnten sie die Pfotenabdrücke von Silas sehen, die sich deutlich im frisch gefallenen Schnee abzeichneten. Oh nein!!!
Sie waren zu spät gekommen!!!
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Donnerstag, 22. Dezember 2011
22. Türchen
Ratlos rührte der Weihnachtsmann währenddessen weiter im großen Kessel herum, die Stirn in tiefe Falten gelegt. Dabei blickte er gedankenverloren in die glitzernde Essenz, die sanfte Strudel bildete.
Schön sah das Ganze aus, aber was nutzte das? Es war wirkungslos.
WIR-KUNGS-LOS, jaaaa, VERGEBLICH!
Wütend warf der Weihnachtsmann die Kelle in den Kessel.
Es war ihm völlig egal, dass dabei einiges der Essenz überschwappte, er hatte nicht geschafft, was ihm so wichtig war und das war mehr als enttäuschend für ihn.
Schön sah das Ganze aus, aber was nutzte das? Es war wirkungslos. WIR-KUNGS-LOS, jaaaa, VERGEBLICH!
Wütend warf der Weihnachtsmann die Kelle in den Kessel.
Es war ihm völlig egal, dass dabei einiges der Essenz überschwappte, er hatte nicht geschafft, was ihm so wichtig war und das war mehr als enttäuschend für ihn.
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Mittwoch, 21. Dezember 2011
21. Türchen
Mit großen Augen beobachtete Zimt, wie Sternchen eine unsichtbare Brücke hinab rutschte und schlug sich mit der Pfote gegen die Stirn.
Wie dumm von ihnen!
Sie hätten wirklich eher darauf kommen können, dass man Brücken aus Licht tagsüber einfach nicht sehen konnte!
Mit einem Satz war er ebenfalls aus dem Wolkenland verschwunden und beeilte sich, Sternchen einzuholen, die schon ein gutes Stück weiter in Richtung ihres Zuhauses unterwegs war.
Hoffentlich schafften sie es rechtzeitig!
Wie dumm von ihnen!
Sie hätten wirklich eher darauf kommen können, dass man Brücken aus Licht tagsüber einfach nicht sehen konnte!
Mit einem Satz war er ebenfalls aus dem Wolkenland verschwunden und beeilte sich, Sternchen einzuholen, die schon ein gutes Stück weiter in Richtung ihres Zuhauses unterwegs war.
Hoffentlich schafften sie es rechtzeitig!
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Dienstag, 20. Dezember 2011
20. Türchen
Beim Anblick von Silas, der den kleinen Spike in Richtung Wald trug, sprangen Zimt und Sternchen gleichzeitig auf. Der Schreck lief ihnen eiskalt den Rücken hinab bei dem Gedanken, was da unten gleich geschehen würde.
Undenkbar!!!
Zimt und Sternchen rannten so schnell sie konnten los. Sie bogen um Hausecken, passierten enge Durchgänge und gelangten schließlich mehr schlitternd als laufend am Rand eines zugefrorenen Sees an. Hier hatten sie das Wolkenland betreten, da war Sternchen sich sicher, die Brücke war jedoch nirgends zu sehen.
Hitzig diskutierten Zimt und Sternchen, was zu tun sei. Sie liefen am Ufer auf und ab, ohne dabei auch nur eine Spur der Brücke zu entdecken. Mutlos ließ Zimt sich auf einen Stein plumpsen und vergrub den Kopf in den Armen. Er seufzte tief, während Sternchen sich neben ihm fallen ließ.
Und plötzlich verschwunden war.
Undenkbar!!!
Zimt und Sternchen rannten so schnell sie konnten los. Sie bogen um Hausecken, passierten enge Durchgänge und gelangten schließlich mehr schlitternd als laufend am Rand eines zugefrorenen Sees an. Hier hatten sie das Wolkenland betreten, da war Sternchen sich sicher, die Brücke war jedoch nirgends zu sehen.
Hitzig diskutierten Zimt und Sternchen, was zu tun sei. Sie liefen am Ufer auf und ab, ohne dabei auch nur eine Spur der Brücke zu entdecken. Mutlos ließ Zimt sich auf einen Stein plumpsen und vergrub den Kopf in den Armen. Er seufzte tief, während Sternchen sich neben ihm fallen ließ.
Und plötzlich verschwunden war.
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Montag, 19. Dezember 2011
19. Türchen
Silas konnte sein Glück kaum fassen – seine Geduld wurde nun bald belohnt und er würde den leckersten Braten seit Jahren auf den Tisch bekommen.
Er jubelte innerlich, als er aus seinem Versteck am Waldrand zur Schuppentür schlich. Die Brücke aus silbrigem Mondlicht beleuchtete ihm den Weg und er lugte noch einmal vorsichtig die sanften Biegungen des Weges aus Licht entlang, aber von Zimt und Sternchen war nichts zu sehen.
Er brauchte sich keine Sorgen zu machen: die beiden würden für eine Weile nicht wieder auftauchen. Er hätte Zeit. Zeit genug, um irgendwie in den Schuppen zu gelangen und den Igel mit sich in den Wald zu locken.
Einen konkreten Plan hatte er dafür noch nicht, aber das war ihm auch nicht wichtig, er würde vor Ort entscheiden, was zu tun wäre.
Glucksend vor guter Laune stahl er sich zum Schuppen und lauschte. Außer einem leisen Schnarchen war es völlig still, stellte Silas erfreut fest und verengte die Augen zu Schlitzen, während er vorsichtig die Türklinke herunterdrückte.
Sachte, ganz sachte schob Silas die hölzerne Schuppentür auf. Ein Strahl Mondlicht fiel durch den Türspalt und malte einen langen Schatten des Fuchses auf den Boden, während es den Raum sparsam beleuchtete.
Das Licht reichte allerdings gut aus, um das Nötige zu erkennen: Spike.
In einen Berg von Decken und Kissen gekuschelt, schlummerte der kleine Igel friedlich eingerollt in seiner Ecke.
Silas schlich näher und betrachtete die Sache noch einmal aus der Nähe.
Ohne noch weitere Zeit mit Pläneschmieden zu vergeuden hob er den Igel mit ein paar Decken auf seinen Arm. So waren die Stacheln ja überhaupt kein Problem, freute er sich und behutsam verließ er den Schuppen mit dem schlafenden Spike.
Er jubelte innerlich, als er aus seinem Versteck am Waldrand zur Schuppentür schlich. Die Brücke aus silbrigem Mondlicht beleuchtete ihm den Weg und er lugte noch einmal vorsichtig die sanften Biegungen des Weges aus Licht entlang, aber von Zimt und Sternchen war nichts zu sehen.
Er brauchte sich keine Sorgen zu machen: die beiden würden für eine Weile nicht wieder auftauchen. Er hätte Zeit. Zeit genug, um irgendwie in den Schuppen zu gelangen und den Igel mit sich in den Wald zu locken.
Einen konkreten Plan hatte er dafür noch nicht, aber das war ihm auch nicht wichtig, er würde vor Ort entscheiden, was zu tun wäre.
Glucksend vor guter Laune stahl er sich zum Schuppen und lauschte. Außer einem leisen Schnarchen war es völlig still, stellte Silas erfreut fest und verengte die Augen zu Schlitzen, während er vorsichtig die Türklinke herunterdrückte.
Sachte, ganz sachte schob Silas die hölzerne Schuppentür auf. Ein Strahl Mondlicht fiel durch den Türspalt und malte einen langen Schatten des Fuchses auf den Boden, während es den Raum sparsam beleuchtete.
Das Licht reichte allerdings gut aus, um das Nötige zu erkennen: Spike.
In einen Berg von Decken und Kissen gekuschelt, schlummerte der kleine Igel friedlich eingerollt in seiner Ecke.
Silas schlich näher und betrachtete die Sache noch einmal aus der Nähe.
Ohne noch weitere Zeit mit Pläneschmieden zu vergeuden hob er den Igel mit ein paar Decken auf seinen Arm. So waren die Stacheln ja überhaupt kein Problem, freute er sich und behutsam verließ er den Schuppen mit dem schlafenden Spike.
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Sonntag, 18. Dezember 2011
18. Türchen
Ziemlich blass um die Nasen sah man die beiden Bären kurze Zeit später durch das Wolkenloch auf die Erde hinabblicken.
Das aufkommende Schneetreiben erschwerte die Sicht erheblich, aber durch ein paar Wolkenlücken gelang es ihnen hin und wieder, einen Blick auf ihren Bärenwald zu werfen.
Mit einiger Mühe konnten sie den Hang ausmachen, an dem ihre Höhle lag und bald erspähten sie endlich auch den Schuppen, der im Moment Spikes Zuhause war.
Sternchen sah Zimt fragend an – es schien alles ruhig zu sein. Er hob ebenfalls ratlos die Achseln, als sich plötzlich auf der Lichtung vorm Schuppen etwas regte. Beide strengten ihre Augen an und gaben sich alle Mühe schnell zu erkennen, was sich da unten tat. Der herabfallende Schnee erleichterte es ihnen dabei nicht gerade, aber doch erkannten sie bald, dass es Silas war, der langsam über die Lichtung in Richtung Waldrand schlich.
Und leider sahen beide noch etwas: er hatte Spike im Arm.
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Samstag, 17. Dezember 2011
17. Türchen
Der Weihnachtsmann hatte nun noch alle Hände voll zu tun. Durch das Brauen der (wie sich ja nun herausgestellt hatte: leider nutzlosen) Essenz hatte er viel Zeit für nötige Vorbereitungen vertan und die Arbeit stapelte sich.
Zimt und Sternchen ließen ihn deshalb am Kessel zurück, sie würden ihm keine große Hilfe sein und schon gar nicht, in dem sie ihm im Wege standen. Stattdessen wollte Sternchen Zimt noch ein paar schöne Orte im Wolkenreich zeigen, an die sie viele Kindheitserinnerungen hatte.
So verließen sie also den Schuppen und machten sich auf den Weg.
Plötzlich riss Sternchen ihre Augen vor Schreck weit auf.
Silas! Der Kater lässt das Mausen nicht! Wie konnte sie nur so dumm sein?
Sie hatte sich ziemlich geschickt von Silas manipulieren lassen und schlau wie er war, hatte er erkannt, wie er ihr leises Heimweh nutzen konnte und sie damit sogar ganz aus dem Weg bekäme –
SPIKE!!!
Ihre Gedanken überschlugen sich und Zimt versuchte mit einigermaßen ratlosem Gesicht nachzuvollziehen, was Sternchen ihm da gerade eigentlich sagen wollte.
Zimt und Sternchen ließen ihn deshalb am Kessel zurück, sie würden ihm keine große Hilfe sein und schon gar nicht, in dem sie ihm im Wege standen. Stattdessen wollte Sternchen Zimt noch ein paar schöne Orte im Wolkenreich zeigen, an die sie viele Kindheitserinnerungen hatte.
So verließen sie also den Schuppen und machten sich auf den Weg.
Plötzlich riss Sternchen ihre Augen vor Schreck weit auf.
Silas! Der Kater lässt das Mausen nicht! Wie konnte sie nur so dumm sein?
Sie hatte sich ziemlich geschickt von Silas manipulieren lassen und schlau wie er war, hatte er erkannt, wie er ihr leises Heimweh nutzen konnte und sie damit sogar ganz aus dem Weg bekäme –
SPIKE!!!
Ihre Gedanken überschlugen sich und Zimt versuchte mit einigermaßen ratlosem Gesicht nachzuvollziehen, was Sternchen ihm da gerade eigentlich sagen wollte.
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